Sind PLA und Biokunststoffe noch zukunftssicher?

Viele Unternehmer gehen davon aus, dass PLA und Biokunststoff sichere Entscheidungen sind. Sie klingen umweltfreundlich und wirken wie logische nachhaltige Alternativen. Doch aufgrund der SUP-Vorschriften und sich verändernder Kundenerwartungen ist das nicht immer korrekt. in diesem Blog erfährst du, warum Biokunststoff nicht unbedingt die beste Option ist, wo die Fallstricke liegen und wie TakeAware dir hilft, wirklich zukunftssicher zu wählen. 

Koffiebekers

Was ist PLA und warum wirkt es wie eine gute Alternative? 

PLA steht für Polymilchsäure. Es ist ein Biokunststoff, der aus pflanzlichen Rohstoffen wie Mais oder Zuckerrohr hergestellt wird. Da er nicht aus Erdöl produziert wird, erscheint er als logischer Schritt in Richtung nachhaltiger Verpackung. Außerdem wird PLA häufig als biologisch abbaubar oder kompostierbar beschrieben, was sein grünes Image zusätzlich stärkt. 

In der Praxis findet man PLA in Produkten wie Bechern, Deckeln, Salatschalen und transparenten Beuteln. Sie sehen herkömmlichem Kunststoff sehr ähnlich, werden jedoch als umweltfreundliche Alternative vermarktet. 

Gerade deshalb denken viele Unternehmen, dass PLA immer erlaubt ist und automatisch in eine nachhaltige Strategie passt. Es klingt gut, wirkt verantwortungsvoll und wird oft so präsentiert. Ob es in deiner Situation wirklich die richtige Wahl ist, hängt jedoch mehr ab als nur vom Material. 

Warum PLA und Biokunststoff trotzdem unter das Kunststoffverbot fallen

Obwohl PLA aus pflanzlichen Rohstoffen besteht, ist es technisch gesehen weiterhin Kunststoff. Deshalb fällt es unter die SUP-Richtlinien. Die Herkunft unterscheidet sich zwar von herkömmlichem Plastik, doch die Gesetzgebung betrachtet vor allem die Materialart und nicht nur den Rohstoff.

Hinzu kommt, dass PLA in der Praxis oft gar nicht wirklich kompostierbar ist. Es zersetzt sich nur unter speziellen industriellen Bedingungen. In der heimischen Kompostierung oder im normalen Bioabfall System geschieht das in der Regel nicht. In vielen Gemeinden wird PLA sogar nicht separat gesammelt und landet somit im Restmüll. 

Seit 2024 ist die Verwendung von Einwegverpackungen mit Kunststoff einschließlich PLA beim Verzehr vor Ort verboten. Das gilt also ebenso für Biokunststoff wie für klassischen Kunststoff. Genau hier entsteht bei vielen Unternehmen Verwirrung. 

Die Regeln haben sich geändert, aber die Informationen im Markt sind nicht immer eindeutig. Deshalb ist es wichtig, sich gut zu informieren, um zu vermeiden, in Verpackungen zu investieren, die letztlich nicht erlaubt sind. 

Welche Nachteile hat PLA im Vergleich zu anderen Materialien?

PLA wird oft als clevere, nachhaltige Lösung dargestellt. In der Praxis gibt es jedoch deutliche Nachteile, besonders für die Unternehmer. 

1. Nur unter industriellen Bedingungen kompostierbar
PLA zersetzt sich nur in speziellen Kompostieranlagen bei hohen Temperaturen. Im normalen Bioabfall oder auf dem heimischen Kompost passiert das nicht. Das Risiko ist, dass du für eine kompostierbare Verpackung bezahlst, die am Ende verbrannt wird. 

2. Nicht erlaubt beim Verzehr vor Ort 
Da PLA unter die SUP-Regeln fällt, darf es seit 2024 nicht mehr für Einwegverpackungen beim Verzehr vor Ort verwendet werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder oder ein kurzfristiger Wechsel auf Alternativen.

3. Kaum vom herkömmlichen Kunststoff zu unterscheiden
Für Kunden ist der Unterschied kaum sichtbar. Deshalb wird PLA häufig falsch entsorgt, was zu Verunreinigungen in den Abfallströmen führt und das Recycling erschwert. 

4. Wird oft als sichere Alternative gesehen
Durch sein grünes Image wird PLA häufig gewählt, ohne die Regeln genau zu prüfen. Das kann dazu führen, dass du in Lagerbestände investierst, die weder den gesetzlichen Anforderungen noch deinen Nachhaltigkeitszielen entsprechen. 

Kurz gesagt: PLA wirkt wie ein logischer Schritt, bringt in der Praxis jedoch mehr Herausforderungen mit sich, als of angenommen wird. 

Welche Alternativen sind wirklich zukunftssicher?

Wenn du sicherstellen willst, dass deine Verpackungen den SUP-Regeln entsprechen und zukunftssicher sind, solltest du auf vollständig kunststofffreie Materialien setzen. 

Dazu gehören beispielsweise Zuckerrohr (Bagasse), ungebleichtes Kraftpapier ohne Beschichtung, Bambus, Holz und Palmblatt. Diese Materialien enthalten keinen Kunststoff und fallen daher nicht unter das Verbot von Einwegplastik beim Verzehr vor Ort. Außerdem sind die für Kunden klar als natürliche Materialien erkennbar, was die richtige Mülltrennung erleichtert. 

Viele dieser Alternativen sind kompostierbar oder gut recycelbar, abhängig vom Material und den lokalen Ensorgungsstrukturen. Sie passen somit besser sowohl zu den gesetzlichen Vorgaben als auch zu den steigenden Erwartungen der Kunden. 

Bei TakeAware findest du ein breites Sortiment an plastikfreien Einwegprodukten für verschiedene Anwendungen in der Gastronomie und Einzelhandel. So vermeidest du, später erneut nach einer Lösung suchen zu müssen. 

TakeAware hilft dir, wirklich nachhaltige Entscheidungen zu treffen

Lass dich nicht von Begriffen wie biologisch abbaubar oder grüne Alternative täuschen. Was nachhaltig klingt, ist nicht automatisch erlaubt oder zukunftssicher. Entscheidend sind klare Materialentscheidungen, die sowohl den Vorschriften entsprechen als auch zu deinem Geschäftsmodell passen. 

Bei TakeAware legen wir auf Tranzparenz. Du erfährst genau, woraus ein Produkt besteht und was das in der Praxis bedeutet. Keine vagen Versprechen, sondern klare Informationen zu Materialien und SUP-Regeln. So weißt du genau, woran du bist und vermeidest unangenehme Überraschungen. 

Möchtest du Beratung zu deiner individuellen Situation oder verschiedene Optionen direkt vergleichen? Nimm gerne Kontakt mit uns auf oder entdecke unser Sortiment an plastikfreien Verpackungen. Wir unterstützen dich dabei, die richtige Entscheidung zu treffen. 

Autorin: Manon Schram