Warum wiederverwendbare Verpackungen nicht immer die Lösung sind

Wiederverwendbare Verpackungen klingen nach der perfekten Lösung für das Plastikproblem. Doch in der Praxis sind sie nicht immer so praktisch, umsetzbar oder nachhaltig. Besonders für Unternehmer in der Gastronomie, im Catering oder auf Festivals ist es manchmal eine schwierige Entscheidung. in diesem Blog liest du, warum „wiederverwendbar“ nicht immer funktioniert und welche Alternativen es gibt. 

Herbruikbare disposables

Warum Mehrweg nicht in jeder Situation praktisch ist

Auch wenn wiederverwendbare Verpackungen wie eine nachhaltige Lösung wirken, verlangen sie dir als Unternehmer in der Praxis einiges ab, vor allem organisatorisch und logistisch. Das System funktioniert nur dann gut, wenn alles drumherum stimmt, von der Ausgabe über die Rücknahme bis hin zur Reinigung. Uns das ist nicht in jeder Situation selbstverständlich. 

Bei Foodtrucks, Veranstaltungen und stark frequentierten To-Go-Standorten ist Wiederverwendung oft schwer umzusetzen. Deine Kunden sind unterwegs, der Platz ist begrenzt und das Tempo hoch. Die Rücknahme gebrauchter Verpackungen kostet Zeit, genauso wie deren Reinigung und Lagerung. Auf Festivals oder Events kommt hinzu, dass Besucher verstreut gehen, sodass Verpackungen oft gar nicht zurückgegeben werden. 

Damit Mehrweg wirklich funktioniert, brauchst du häufig zusätzliches Personal, mehr Lagerfläche und mehr Zeit. Nicht jeder Betrieb hat diese Kapazitäten, vor allem nicht zu Stoßzeiten. Das kann zu Verzögerungen, höheren Kosten und zusätzlicher Belastung führen. 

Deshalb wagen Unternehmer ständig zwischen Umweltvorteilen und Umsetzbarkeit ab. Mehrweg ist nachhaltig, aber nur, wenn es sich auch in den Betriebsablauf integrieren lässt. In manchen Situationen kann eine gute recycelbare Einwegverpackung daher die realistischere Wahl sein. 

Was sagt die SUP-Regelung über Mehrweg und Einweg

Die SUP-Regelung legt fest, wann wiederverwendbare Verpackungen verpflichtet sind und wann Einwegverpackungen noch verwendet werden dürfen. Ziel dieser Vorschriften ist es, den EInsatz von Einwegplastik zu reduzieren, aber wir verstehen, dass die Praxis manchmal Flexibilität erfordert.

Seit 2024 gilt, dass bei Verzehr vor Ort wiederverwendbare Verpackungen verpflichtet sind. Wenn Speisen oder Getränke direkt in einem Restaurant, Café oder Imbiss konsumiert werden, müssen wiederverwendbare Becher, teller und Besteck der Standard sein. Es gibt jedoch Ausnahmen, zum Beispiel bei temporären Standorten, Foodtrucks oder Veranstaltungen, bei denen Wiederverwendung logistisch schwer umzusetzen ist. 

Für Takeaway und Lieferung sieht es anders aus. In diesen Fällen sind plastikfreie Einwegverpackungen weiterhin erlaubt. Das bedeutet, dass du dich hier weiterhin für Einweg entscheiden kannst, solange die Verpackungen den SUP-Richtlinien entsprechen und kein Plastik enthalten. 

Bei TakeAware helfen wir dir als Unternehmer dabei, innerhalb dieser Regelungen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir bieten Lösungen, die immer praktisch umsetzbar sind und gleichzeitig den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, von Mehrweg bis hin zu erlaubten plastikfreien Eniwegalternativen. Auf unserer Website erklären wir die SUP-Regelung verständlich und zeigen dir, was in der Praxis möglich ist. 

Was sind die Herausforderungen von Mehrweg in der Praxis

Die Wiederverwendung von Verpackungen klingt nachhaltig, doch in der Praxis stoßen Unternehmer auf verschiedene Herausfordernungen. Im Folgenden siehst du die wichtigsten Punkte und was sie für den täglichen Ablauf bedeuten. 

  • Rücknahme von Verpackungen an stark frequentierten Foodtrucks oder Ständen
    An belebten Standorten wie Foodtrucks, Marktständen oder Festivalständen ist es schwierig, alle gebrauchten Verpackungen wieder zurückzunehmen. Das kostet Zeit und kann während Stoßzeiten zu Verzögerungen führen. Du musst zusätzliches Personal oder Systeme einsetzen, um die Rückgabeprozesse gut zu organisieren. 
  • Hygiene und Reinigungen nach HACCP-Standards
    Wiederverwendbare Verpackungen müssen sauber und sicher für den erneuten Einsatz sein. Das bedeutet, dass sie regelmäßig und nach strengen Hygienevorschriften gereinigt werden müssen. Für dich kann das zusätzliche Geräte, mehr Zeit und mehr Personal bedeuten, um die HACCP-Standards einzuhalten. 

  • Kosten für Anschaffung und Instandhaltung von Mehrwegverpackungen
    Wiederverwendbare Verpackungen sind in der Anschaffung oft teurer als Einwegverpackungen. Außerdem musst du Wartung, Reinigung und Ersatz bei Beschädigung oder Verlust einplanen. Für dich heißt das höhere Kosten und einen größeren organisatorischen Aufwand. 

In der Praxis bedeutet das, dass du ständig überlegen musst, wie du Mehrweg am besten umsetzt, ohne dass Service, Tempo oder Gewinn darunter leiden. 

Warum plastikfreie Einwegverpackungen manchmal nachhaltiger sind

Plastikfreie Einwegverpackungen sind oft nachhaltiger, als du vielleicht denkst. Materialien wie Zuckerrohr, Bambus oder Kraftpapier haben eine geringere Umweltbelastung und sind eine gute Alternative, wenn Wiederverwendung in der Praxis schwierig ist. 

Wiederverwendung ist nur dann nachhaltig, wenn alles gut organisiert ist. Die Verpackungen müssen zurückgegeben, gereinigt und erneut verwendet werden. Wenn das nicht gut funktioniert, kostet es oft viel Energie und Wasser. In solchen Fällen können plastikfreie Einwegverpackungen umweltfreundlicher sein. 

Außerdem sind viele dieser Verpackungen kompostierbar oder recycelbar und benötigen keine zusätzliche Logistik. Du brauchst keine extra Lagerfläche, kein zusätzliches Personal und keine Reinigungsgeräte, um sie einzusetzen. Das macht sie zu einer praktischen und nachhaltigen Wahl für Takeaway , Lieferung oder stark frequentierte Standorte. 

In unserem plastikfreien Sortiment findest du verschiedene Einwegverpackungen aus Zuckerrohr, Bambus und Kraftpapier, die umweltfreundlich sind und sich einfach anwenden lassen. So kannst du nachhaltige Entscheidungen treffen, ohne dass zusätzlicher Aufwand oder höhere Kosten entstehen. 

TakeAware hilft dir bei der Wahl zwischen Mehrweg und Einweg

Welche Verpackung am besten zu dir passt, hängt stark von deiner Situation ab. Manchmal ist Mehrweg ideal, doch an stark frequentierten Standorten oder bei Takeaway kann eine plastikfreie Einwegverpackung praktischer und nachhaltiger sein. 

Wir beraten dich gerne zu den Optionen, die praktisch umsetzbar, zulässig und nachhaltig sind. So kannst du eine Entscheidung treffen, die zu deinem Betriebsablauf und zur Gesetzgebung passt. 

Möchtest du eine persönliche Beratung oder ein Musterpaket ansehen? Dann nimm Kontakt mit uns über unsere kontaktseite auf oder entdecke unser plastikfreies Sortiment. 


Autor: Bas de Ruiter