Interview mit SLA

Gestartet im Jahr 2013 als einzelne Salatbar in Amsterdam ist SLA heute mit 16 Filialen in 8 verschiedenen Städten ein bekannter Name in der niederländischen Foodszene. Im Gespräch mit Hans Bruning, Managing Director, bekommen wir Einblick in die ehrgeizige Vision des Unternehmens. SLA hat es sich zum Ziel gesetzt, gesunde, nachhaltige und leckere Mahlzeiten zu servieren, mit Erfolg. Sie machen wichtige Fortschritte, indem sie sich auf pflanzliche Zutaten konzentrieren, eine nahezu abfallfreie Küche führen und faire Partnerschaften eingehen.

“Wir wollen den Menschen zeigen, wie lecker es ist, pflanzlich zu essen”

Der Erfolg von SLA hat seinen Ursprung in einer tief verwurzelten Motivation, Gutes zu tun. Bruning erzählt: „SLA ist aus der inneren Motivation heraus entstanden, Dinge richtig zu machen, und das ist fest in unserem Konzept verankert, sowohl im Bereich Nachhaltigkeit als auch im Bereich Gesundheit.“ In der Küche wird hauptsächlich mit täglich frischen, biologischen Produkten gearbeitet und der Einsatz von Zucker wird auf ein Minimum reduziert.

Auch die Verwendung von saisonalen Produkten zeigt sich deutlich in der jährlich wechselnden Speisekarte. „Wir wollen, dass das Menü zu den Zutaten passt, die gerade verfügbar sind“, erklärt Bruning. Dieser Ansatz sorgt dafür, dass Gäste immer frische und nachhaltige Gerichte genießen können, darunter eine Vielzahl an Salaten, pflanzlichen Mahlzeiten, Säften und Suppen.

Verpackungsentscheidungen und Vorbereitung auf die kommenden SUP-Maßnahmen

Bei SLA legen sie großen Wert darauf, die richtigen Entscheidungen in Bezug auf Verpackungen zu treffen, wobei auch die SUP-Maßnahmen eine Rolle spielen. Bruning betont, dass der Umgang damit für das Unternehmen zwar herausfordernd, aber gleichzeitig notwendig ist. „Die finanzielle Hürde ist nötig, um Menschen dazu zu bringen, das richtige Verhalten zu zeigen. Das sieht man auch bei den Plastiktüten im Supermarkt, deren Nutzung um 80 Prozent zurückgegangen ist.“

Über die Suche nach der nachhaltigsten Verpackung sagt Bruning: „Wir hatten lange Zeit Zuckerrohrschalen, in denen sich letztlich PFAS befand. Damals waren wir uns der schädlichen Auswirkungen nicht bewusst, aber wir haben sofort nach einer Alternative gesucht. Wir haben verschiedene Lieferanten verglichen und TakeAware hat dabei am besten abgeschnitten. Wir haben jetzt das Beste, was momentan verfügbar ist.“

Ab dem 1. Januar 2024 treten neue SUP-Maßnahmen in Kraft, die verlangen, dass alle Gastronomiebetriebe, in denen vor Ort konsumiert wird, auf wiederverwendbare, plastikfreie oder hochwertig recycelbare Verpackungen umsteigen. Obwohl SLA bereits wiederverwendbare Verpackungen nutzt und damit zufrieden ist, glaubt Bruning, dass das Angebot allein nicht ausreicht. Er betont: „Du kannst Reusables anbieten, aber wenn es keinen ausreichenden Grund für die Leute gibt, ihr Verhalten zu ändern, dann werden sie sie nicht benutzen.“

Der erste Schritt zu nachhaltigem Unternehmertum: "Fang einfach an"

Welche Tipps würde er Unternehmern geben, die ebenfalls nachhaltiger arbeiten wollen? „Ich glaube, jeder weiß im Grunde, wo er anfangen muss, aber das Entscheidende ist, du musst anfangen. Das ist eigentlich der einzige Rat. Es gibt genug Beispiele von Unternehmen, die den Schritt gemacht haben und zeigen, dass es wirklich geht. Du musst es nur wollen.“

Wie SLA das umsetzt, erklärt Bruning so: „Wir sagen nicht umsonst taste the magic of veggies. Wir wollen den Menschen zeigen, wie lecker pflanzliches Essen ist, und wenn wir alle ein bisschen weniger tierische Proteine essen, hat das eine große Wirkung.